GEA Niro Soavi
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Montag 07. November, 2011, 10:15 Alter: 193 Tag(e)

Granarolo entschied sich für den innovativen Homogenisator Ariete NS5355

Interview mit Luca Salvarani, Ingenieur und Projektmanager bei GEA Niro Soavi

Oft entwickeln sich Projekte auf äußerst unerwartete Weise, und manchmal treten Komplikationen auf. In diesem Fall hatten wir einen Kunden, der in partnerschaftlicher Weise genauso auf uns hörte, wie wir ihm zuhörten. Das war die Voraussetzung für exzellente Resultate. Nach der erfolgreichen Integration des neuen Ariete NS5355 in die Produktionslinie im Granarolo-Werk von Pasturago di Vernate war der Kunde von der Qualität der Maschine überzeugt.

Ariete NS5355: ein konkurrenzloses Konzentrat an Technologie
Mit seiner Kompaktheit und der Leistung einer 5-Kolben Maschine hat der Ariete NS 5355 eine unerreichte Position auf dem Markt. Es ist zurzeit der einzige Homogenisator, der Vielseitigkeit, Kraft, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Nutzerfreundlichkeit und Energieeffizienz miteinander verbindet. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die Maximierung der Getriebeleistung aufgrund der exklusiven Nutzung eines integrierten epizyklischen Untersetzungsgetriebes. Damit lässt sich die bisher für Homogenisatoren übliche Anwendungsbandbreite auf neue Produkte ausdehnen, bei denen hohe Produktionskapazitäten und hohe Betriebsdrücke benötigt werden. Eine ingenieurtechnische Innovation, die kompakt und leistungsfähig ist und durch drastische Senkung des Wasser- und Stromverbrauchs für zunehmende Entlastung der Umwelt sorgt.

Welchen Ansatz wählte Granarolo für die Prüfung einer Maschine mit solchen Leistungen?
Eine derartig innovative Maschine zu prüfen, setzt seine sehr intensive und sorgfältig durchgeführte Testphase voraus. Es hätte den alltäglichen Produktionsbedarf von Granarolo gesprengt, diese im hauseigenen Prüfbereich durchzuführen. Daher testeten wir viele Nacht- und Wochenendschichten im Werk von GEA Niro Soavi. Im gleichen Zeitraum erwarb Granarolo das Werk in Pasturago di Vernate, wo künftig Produkte von Granarolo, Yomo und Centrale del latte di Milano erzeugt werden sollten. Granarolo äußerte den Bedarf an einem Hochleistungs-Homogenisator in dieser Produktionslinie und das neue Werk wandte sich spontan an GEA Niro Soavi. Im Februar 2010 begannen die Vor-Ort-Prüfungen der neuen Maschine unter realen Betriebsbedingungen.

Welches Verhalten und welche Leistungen zeigte die Einheit während der ersten fünf Monate im Normalbetrieb? Da es sich um eine vollautomatische Einheit handelt, erforderte die Inbetriebnahme Einstellungen, die eine effektive Kommunikation mit der gesamten Anlage gestattete, die sich ebenfalls in der Inbetriebnahme-Phase befand. In dieser Phase leisteten die Technologien und das Fachpersonal von GEA Niro Soavi einen grundlegenden Beitrag. Alle unsere Erwartungen wurden erfüllt: Schon in seinen ersten Betriebsmonaten im Werk lief der Homogenisator zuverlässig und kommunizierte einwandfrei mit der Produktionsanlage.

Wie wurde die Integration des Ariete NS5355 in das Produktionssystem beurteilt? Welche Chancen konnte die neue Technologie von GEA Niro Soavi bieten?
Schon als Prototyp wurde die Performance der Ariete NS5355 positiv von der Unternehmensleitung von Granorolo aufgenommen, da zwei vom Kunden vorgegebene Prioritäten erfüllt wurden: ein hoher Homogenisiergrad und die perfekte Synergie innerhalb der Produktionsstätte, um kontinuierlichen Produktionsausstoß und minimale Ausfallzeiten zu erzielen.
Die Abstimmung auf die Anlage erfolgte mit Wasser. Dadurch konnten wir eine Reihe von Tests unter Sterilbedingungen durchführen. Darüber hinaus konnte die Leistung der Ariete NS5355 bei unterschiedlichen Drücken gemessen werden. Entscheidend war dabei die Nutzung unseres NanoVALVE™-Hochleistungs-Homogenisierventils. Denn mit Betriebsdrücken, die um 15 % niedriger liegen als bei den Anlagen, die der Kunde vorher für diese Produktart einsetzte, konnte dieselbe Homogenisiereffizienz erzielt werden. Dies entspricht einer 15 %igen Senkung des Energieverbrauchs. Im Anschluss an die positiven Ergebnisse der Testphase mit Wasser gingen wir im September zum Vollbetrieb mit Milch über, wobei die Maschine 20 bis 22 Stunden im Dauereinsatz war. Der Ariete NS5355 zeigte von Anfang an große Zuverlässigkeit und ausgezeichnete Leistungen: In sämtlichen Produktionstests wurden positive Ergebnisse erzielt. Im Laufe von Produktionstests konnten die Qualität und der Homogenisierungsgrad des Endprodukts - Milch - weiter optimiert werden.

Einer der Aspekte, die Italiens Industrie die meisten Sorgen bereiten, ist die Wartung der Produktionsstätten. Wie ist der Ariete NS5355 in dieser Hinsicht einzuschätzen?
Während der Entwicklungsphase wurden drei Aspekte berücksichtigt, die von grundlegender Relevanz für Nahrungsmittelerzeuger sind: Einfacher Zugang zu den mechanischen Bauteilen, Wartungsfreundlichkeit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Wir versuchten daher, den Wartungsbedarf der Einheit zu minimieren und sämtliche Wartungsteile an einfach zugänglichen, strategischen Stellen zu positionieren.

Welche Rolle spielt die Kooperationsbereitschaft des Kunden, in diesem Falle Granarolo?
GEA Niro Soavi stellte dem Kunden ein ganzes Team an Fachleuten zur Verfügung, die mich bei der Umsetzung dieses großen Projekts unterstützt haben. Dabei leistete die proaktive Kooperation seitens Granarolo einen entscheidenden Beitrag: angefangen bei der gründlichen Ermittlung der Kundenanforderungen über die Optimierung der Betriebsbedingungen bis zur Verbesserung der Produktqualität. Die Einhaltung aller Grundsätze des Projektmanagements war eine wichtige Voraussetzung, um unsere Zielsetzungen innerhalb des festgelegten Zeitplans und Kostenrahmens zu verwirklichen und gleichzeitig die Qualität zu liefern, die der Kunde erwartete.

Granarolo – Die Gruppe
Granarolo ist einer der wichtigsten italienischen Nahrungsmittelhersteller. Das Unternehmen besteht aus zwei separaten und synergetischen Zweigen: Die landwirtschaftlich tätige Milcherzeugergenossenschaft Granlatte erzeugt die Rohstoffe, während die Kapitalgesellschaft Granarolo S.p.A., mit 5 Produktionsstätten in Italien, für die Verarbeitung und Vermarktung der Endprodukte zuständig ist. Die Granarolo-Gruppe ist die wichtigste milchwirtschaftliche Kette Italiens und wird direkt durch die Erzeuger des Konsortiums kontrolliert. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von rund 1.000 milchwirtschaftlichen Betrieben. Das Konsortium verfügt über 70 Fahrzeuge zur Anlieferung der Rohstoffe sowie 1.200 Auslieferungsfahrzeuge, die jährlich 750.000 Tonnen Güter ausfahren. Täglich beliefert es 60.000 Verkaufspunkte, wo nahezu 11 Mio. italienische Haushalte Granarolo-Produkte erwerben.
Seit der 2004 erfolgten Übernahme von Yomo rückte Italiens führender Frischmilcherzeuger auch im Bereich des Joghurts auf den ersten Platz der Rangliste.
Mit Stand zum 30. September 2010 beschäftigte die Granarolo-Gruppe rund 2.000 Mitarbeiter. 77,48% der Gruppe werden vom Granlatte Konsortium, 19,78% von Intesa Sanpaolo und die restlichen 2,74% von Cooperlat kontrolliert.
Finanzdaten: 900 Mio. EUR Umsatz, 97 Mio. EUR EBITDA